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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird vorrangig von Zecken auf den Menschen übertragen. Eine Infizierung mit FSME muss nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung führen. Das Risiko, an FSME zu erkranken, liegt bei schätzungsweise 25 Prozent der Infizierten. Bei einer Erkrankung durchläuft ein Betroffener möglicherweise zwei Stadien.

Bei 20 bis 25 Prozent treten grippeähnliche Erkrankungen auf. 5 bis 10 Prozent der Infektionsfälle führen zu einem weiteren Stadium, das bleibende Schäden des Nervensystems hinterlassen kann.

Die Inkubationszeit ist unterschiedlich lang und beträgt zwischen 3 Tagen und bis zu 4 Wochen, meist tritt das erste Stadium aber schon nach wenigen Tagen nach dem Zeckenstich auf. Es treten Symptome ähnlich einer Grippe auf. Das heißt, es kommt zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und manchmal Magen- und Darmbeschwerden. Nach einigen Tagen gehen diese Symptome zurück und in vielen Fällen ist die Erkrankung damit für den Betroffenen durchgestanden.

Bei ca. 5 bis 10 Prozent der an FSME erkrankten Personen folgt nach dieser ersten Phase das zweite Stadium. Manchmal liegen einige beschwerdefreie Tage zwischen dieser ersten und zweiten Phase. In der zweiten Phase befällt der FSME-Erreger das zentrale Nervensystem. Es kann zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) führen, der Betroffene hat hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und oft einen steifen Nacken.

Die stärkere Form der FSME führt zu einer Gehirnentzündung. Hier ist das ganze Gehirn betroffen. Es kann zu Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen, Störungen der Sprachfähigkeit und psychischen Veränderungen kommen. Auch sind Lähmungen am Körper möglich.

Nach einer schweren Verlaufsform leiden 10 bis 20 Prozent der Betroffenen an Langzeit- oder Folgeschäden neuropsychologische Schäden. Bei ein bis zwei Prozent ende die Krankheit tödlich. Erwachsene leiden mit 40 Prozent der Betroffenen in großem Maße an Langzeitschäden, bei Kindern ist die Rate von Langzeitschäden mit 2 Prozent sehr viel niedriger.

Noch gibt es keine Behandlungsformen, die FSME heilen. Aber es sind Impfungen gegen FSME möglich. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten.

Die aktive FSME-Impfung besteht aus drei Impfungen. Die ersten beiden werden im Abstand von vier bis zwölf Wochen verabreicht, die dritte Impfung folgt nach neun bis zwölf Monaten.

Eine Impfung ist bei Kindern ab 1 Jahr unter Vorbehalt möglich, allerdings rät die STIKO bei Kindern unter drei Jahren vorab zu einer Besprechung mit dem Arzt über die Dringlichkeit. Bei Kindern unter drei Jahren führt die Impfung häufiger zu Fieber als bei älteren Kindern.

FSME ist nicht zu unterschätzen und mögliche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden.

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