Pillen und Nahrungsergänzungsmittel

Vitaminpräparate nicht immer sinnvoll

Ungefähr ein Drittel der Erwachsenen  in unseren Wohlstandsländern nehmen Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Jetzt sind zwei Studien erschienen, an denen Ärzte aus den USA und Europa gearbeitet haben, mit dem Resultat, das die Einnahme von Ergänzungsmitteln eher kontraproduktiv sein kann.

Das heißt, in bestimmten Fällen führt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu einer Überversorgung mit Vitaminen, die im Zweifelsfall schädlich sein kann.

Dies gilt nicht, wenn durch eine Mangelernährung  Beschwerden auftreten. Hier sind von einem Arzt verordnete, gut dosierte Ergänzungspräparate sinnvoll.

Studie über zwanzig Jahre durch die Universität Ostfinnland

In einer Studie wurden 40 000 ältere Frauen zwanzig Jahre lang beobachtet. Die Frauen, die regelmäßig Multivitaminpräparate und Mineralstoffe zu sich genommen haben, starben häufiger an Krebs und Herzkreislaufleiden. In anderen Studien soll festgestellt worden sein, das die Männer, die regelmäßig Vitamin-E-Präparate zu sich genommen haben, um 17 Prozent häufiger an Prostata-Krebs erkrankt sind. Diese Studie wurde vom Urologen Eric Klein geleitet.

Der Urologe Eric Klein, der die Prostata-Studie geleitet hat, warnt, das auch harmlose Vitaminzusätze schaden können. Dass Vitamine und Mineralien lebenswichtig für den menschlichen Organismus sind, ist klar. Leider entfalten aber in vielen Fällen nur die originalen Substanzen aus der Natur die richtige Wirkung, während chemisch hergestellte einzelne Substanzen teilweise nicht wirken oder sogar schaden können.

Ein Grund dafür ist das Zusammenwirken der einzelnen Stoffe in einem natürlichen Vitaminträger. Ein Vitaminpräparat verfügt über einen Stoff, dieser reicht aber für eine adäquate Wirkung nicht aus, da das Zusammenspiel mit den anderen Stoffen fehlt.

Gesunde Menschen brauchen keine Vitaminergänzungsmittel, da es in der heutigen Wohlstandsgesellschaft keine derartigen Mängelzustände mehr gibt. Selbt beim häufigen Verzehr von Fastfood nicht, sagt Goran Bjelakovic von der Uni Kopenhagen.  Zumal in vielen Produkten schon Vitaminergänzungsmittel als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Bekannt sind hier die L-Ascorbinsäure als Vitamin C -Ersatz und Vitamin E,m dann  als E 307 deklariert.

Anlass zu diesem Beitrag war ein Artikel der Süddeutschen Zeitung.

 

 

 

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