Schlafmangel Schlaflosigkeit und die folgen

Schlafmangel und seine Folgen

Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Schlafforscher gehen davon aus, dass der Mensch ca. 7 bis 8 Stunden Schlaf täglich benötigt, 4 Stunden Schlaf täglich gelten in der Regel als zu wenig. Dies ist nur ein Richtwert, denn es gibt Menschen, die weniger oder auch mehr Schlaf benötigen, um sich gesund und fit zu fühlen. Schlafstörungen können die Lebensqualität eines Menschen erheblich einschränken.

Doch was ist, wenn der Mensch nicht den erforderlichen Schlaf bekommt?

Wer permanent zu wenig schläft, sei es aus beruflichen Gründen, zum Beispiel weil er im Mehrschichtbetrieb arbeitet oder auch aus anderen Gründen, sollte seine Schlafgewohnheiten überdenken.

Eine häufige Ursache für Schlafmangel sind auch Sorgen und dauerhafter Stress, man kann abends nicht “abschalten” und hat Einschlafstörungen oder aber wacht nachts aus.

Hier zu lernen, wie man erfolgreich entspannen und Problemlösungen auf den nächsten Morgen verschieben kann, ist eine sinnvolle Möglichkeit.[/two_third_last]

Die Folgen für kurzfristigen Schlafmangel haben sicher die meisten von uns schon gespürt. Man fühlt sich am nächsten Morgen lustlos, schlapp und verfügt über sehr viel weniger Leistungsbereitschaft, als wenn man gut und ausreichend geschlafen hätte. Unter Umständen kommen noch Symptome wie Frieren, Zittern, Übelkeit und Kopfschmerzen dazu.

Langfristiger Schlafmangel

Zu wenig Schlaf über Wochen oder Monate kann den gesamten Organismus schwer belasten. Die Stimmung eines Menschen sinkt durch langfristigen Schlafmangel kontinuierlich, er fühlt sich überlastet und aufgrund mangelnder Konzentrationsfähigkeit kann es zu vermehrten Fehlern im Alltag, wie z.B. im Berufsleben oder im Straßenverkehr kommen. Die immer mehr ins negative gekehrte Stimmung kann letztendlich in eine Depression münden.

Weitere Auswirkungen von langfristigem Schlafmangel können ein gestörter Stoffwechsel, erhöhte Blutzuckerwerte wie bei Diabetikern und ein schlechter arbeitendes Immunsystem sein. Dieses zieht unter Umständen weitere Krankheiten nach sich. Auch die Gefahr eines Herzinfarktes kann ansteigen.

Wie lässt sich Schlafmangel beheben?

Die Frage ist hier: warum schläft man zu wenig? Lässt sich das Schlafverhalten ändern, in dem man zum Beispiel einfach früher ins Bett geht. Kann man vielleicht nicht einschlafen, weil man kurz vorher den aufregenden „Thriller“ gesehen hat, oder grübelt man über Probleme und Dinge, die am Tag passiert sind?

In diesem Fall sollte man darauf achten, möglichst mindestens eine Stunde vor dem Zu-Bett-gehen nicht mehr fernzusehen. Vielleicht kann man sich bei ruhiger Musik oder auch meditativer Musik auf die Nachtruhe einstimmen. Sehr gut haben sich Meditationsmusik oder Hypnose-CDs, aber auch Jass, Folk und klassische Musik bewährt. Hier immer auf leise und ruhige Musik achten.
Eine sehr gute Möglichkeit ist auch eine CD mit einem natürlichen Schlaftraining. Auch dieses hat sich bereits desöfteren bewährt und ist eine gute Möglichkeit.

Außerhalb des Bettes kann man auch die Gedanken über den Tag und zu regelnde Probleme noch kreisen lassen. Danach sollte man sich klar selber sagen, dass weitere Grübeleien nichts nützen und man die Probleme nicht mit ins Bett nehmen wird. Auch  Yoga oder autogenes Training sind  Möglichkeiten, sich gelassener auf die Nachtruhe einzustimmen.

Tee mit schlafförderndern und beruhigenden Inhaltsstoffen

Auch empfehlenswert Teesorten mit Inhaltsstoffen, die beruhigen und den Schlaf fördern. Es sind in vielen Fällen Baldrian, Melisse und Lavendel in den Tees enthalten. Hier abends eine Tasse zu trinken, kann unter Umständen auch sehr hilfreich sein. Vielleicht auch mit einer Kombination aus Tee und Entspannungsmusik.

Eine weitere wichtige Frage ist die Qualität des Bettes? Liegt man bequem und fühlt sich wohl oder geht man ungerne ins Bett? Das Bett ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen sollte. Ist das nicht der Fall, sollte man vielleicht über eine Umgestaltung nachdenken.

Das Thema Ernährung spielt unter Umständen auch eine Rolle. Kurz vor dem Zu-Bett-gehen sollte man nicht mehr essen. Bis etwas eine Stunde vorher kann man leichte Kost zu sich nehmen, sollte aber fettige und süße Speisen und auch Alkohol meiden. Was man schon aus Oma´s Zeiten kennt, gilt immer noch. Ein Becher heiße Milch mit Honig ist gut bekömmlich und lässt einen unter Umständen leichter einschlafen. Einfach mal probieren.

In manchen Fällen helfen diese kleinen Dinge schon ohne auf Schlafmittel zurückzugreifen müssen.

Sind Schlafmittel eine Lösung?

Kurfristig können Schlafmittel eine Lösung sein, vor allem da es sie auch auf pflanzlicher Basis, zum Beispiel auf Basis von Baldrianwurzelextrakt gibt. Baldrian-Präparate muss man längerfristig einnehmen, so stellt sich eine Wirkung erst ab zwei Wochen Einnahme ein. Bei Baldrianpräparaten ist darauf zu achten, dass die Dosierung hoch genug ist, man spricht von 400 bis 600 mg Baldrianwurzel-Trockenextrakt pro Tag.  Baldrianpräparate weisen keine Nebenwirkungen auf und können nicht abhängig machen.

Baldrian-Präparate

Grundsätzlich sollten langfristig bestehende Schlafstörungen aber immer mit dem Arzt abgesprochen werden. Da die Ursachen für den Schlafmangel nicht erkannt und ursächlich behoben werden, kann man eine langfristige Einnahme ohne ärztlichen Rat nicht gutheißen.

Rezeptpflichtige Schlafmittel sollten immer unter Anleitung des Arztes eingenommen werden. Je nach Wirkstoff können Sie teilweise auch schnell abhängig machen, so dass eine langfristige Einnahme nur in Ausnahmefällen vom Arzt verordnet werden sollten.

Körperliche Ursachen

Hat der Schlafmangel andere, vielleicht körperliche Ursachen, sollte man nicht zögern zum Arzt zu gehen. Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden, die Schlafmangel verursachen können.

Um hier die Ursachen herauszufinden und ihnen dann entsprechend zu begegnen, sollte man den Arzt aufsuchen. Er kann dann entsprechende Therapien aussprechen oder den Betroffenen an einen Facharzt zu weiteren Untersuchungen überweisen.

 

Comments 7

  1. Auch meinerseits einen Guten Rutsch! Schlafstörungen sollten m.E. möglichst nie “zuerst” mit Medikamenten behandelt werden – fast immer besteht dabei die Gefahr schleichender Abhängigkeit, also Sucht, und im längerfristigen Gefolge Dosissteigerung und Leberschaden. Bevor man zu sowas greift, wären Übungen wie z.B. Autogenes Training oder Relaxation nach Jacobson eher anzuraten – nur, anders als bei der Chemie, das muss man meist üben und etwas Geduld aufbringen.

    1. Hallo Gelenkgesund, ich wünsche Dir auch alles Gute im neuen Jahr und viel Glück bei allen Deinen Aktivitäten. Habe leider deinen Gruß erst sehr spät gesehen, da hatte mich die Silvester-Party schon voll im Griff 😉

      Ich bin auf jeden Fall Deiner Meinung. Medikamente sind immer das letzte Mittel der Wahl, und sollten erst verwendet werden, wenn andere Dinge nicht helfen. Entspannungsübungen sind da sicher richtiger und empfehlenswerter.
      Das Medikamente schneller bei der Hand sind, ist sicher auch richtig.

      Wichtig ist, dass man diese nie langfristig nehmen sollte und auch über die Ursachen seiner Probleme nachdenkt. Wünsch Dir was, Michi

  2. Hallo gelenkgesund, ich nochmal. Ich habe die Funktion der Email-Benachrichtigung bei neuen Kommentaren erst ganz frisch und hoffe, Du hast die Benachrichtigung über die letzte Antwort erhalten. Vorsichtshalber deshalb nochmal dieser Kommentare. Liebe Grüße

    1. Hallo Bine,
      ja eine Mütze Schlaf hat schon oft Wunder gewirkt und ist ja auch ein echtes und kostenloses Schönheitsmittel. Liebe Grüße, Michaela

  3. Hallo Gelenkgesund !
    Dank dir weiss ich jetzt, wohed die Demotivation und die Konzentrationsstörungen kommen: Ich schlief viel zu wenig (6-7 h). Jetzt schlafe ich 10h und bin wieder topfit!
    Danke,
    Schlumpf

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